Der Familienursprung

Bei der familie Gnatowski handelt es sich um eine uralte, masowische (Ritter) Familie, die als Familieennamen den Namen des Landgutes GNATY im Lande Zakrosymska (Zakroczym) erhielt.
 
Zu Beginn des 15. Jahrhunderts siedelten zahlreiche Abzweigungen der familie Gnatowski von hier in alle Teile Masowiens und Polens, vor allem auch nach Litauen und Wolhynien (4). Unter anderen Orten gründeten sie im östlich von Warschau gelegen Territorium Podlachien das Dorf GNATOW, aus dem sie gemäß einer litauischen Urkunde zum kriegerischen Zwecke zwei bewaffnete Reiter stellen mußte. [1]
 
Seit Anfang des 14. und 15. Jahrhunderts siedelten die Gnatowskis wegen der mittlerweile sehr zahlreichen Familienmitglieder auf dem Territorium des HauptStammdorfs GNATY auch in den folgenden Dörfern, die sie gründeten:
  • Gnaty - Gromadze
  • Gnaty - Lewiszki
  • Gnaty - Wiesninany
  • Gnaty - Zarazy
  • Gnaty - Szcerbaki [2]
Im 15. Jahrhundert fanden weitere Dorfgründungen statt:
  • Gnatowo im Kreis Grabow/Lomscha
  • Gnatowo im Kreis Ketrzyn/Ritterorden country
  • Gnatowo im Kreis Lelis/Ostrolenko
  • Gnaty im Kreis Gozdowo/Plock
  • Gnaty im Kreis Klukowo/Cichanowiec (Drohicyn) [3]
Weitere Dorfgründungen, die aus den Quellen festgestellt werden konnten:
  • Gnaty - Thopicewo/Kreis Bielsk/Land Drohizyn
  • Gnaty - Pietkowo/Kreis Bielsk/Land Drohizyn
Von den hier genannten Orten aus siedelten die Gnatowskis, die sich auf immer mehr Familien verteilten, in immer weitere Gebiete. Heute ist der Name Gnatowski beinahe in ganz Polen verbreitet, wie eine vor wenigen Jahren veröffentlichte Untersuchung ergeben hat (Gnatowski Surname in Poland (1990)).
 

FUßNOTEN

  1. [^]Rodzina. Herbarz szlachty polskiej, Bd. IV, Warschau 1907, S. 205
  2. [^]Vgl. das amtliche polnische Ortsverzeichnis. Wykaz urzedowych nazw miejscowosci w Polsce, Tom pierwszy A-J (Bd. I), Ministerstwo Administracja, Gospodarki Terenowej I Ochrony Srodowiska, Glowny Urzad Statystyczny, Warszawa 1980. S. 470f, sowie das Ortsverzeichnis der Diözese Plock, Teil I und II: Diecezja Plocka, Stuktura Personalno - Administracjna, Plock 1978 (im Folgenden: Plock I bzw. II) S. 271
  3. [^]Vgl. vorangehende Fußnote, aber abweichend: Plock I, S. 104. Neben "Drohizyn" sind "Drohicyn" und "Drohiczyn" gebräuchlich.

REFERENZEN

  • von der Lehr, Alfred. Die Gnatowskis. Die Geschichte einer masowischen Familie. Fürth : Selbstverlag 2000. ISBN-Nr: 3-00-005311-5. seiten 27-28.