Herbarz Polski
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In diesem Text finden sich folgende Hinweise über die Familie(n) Gnatowski vom Wappen Lada. Bei den ersten beiden Einträgen handelt es sich um Familien, deren Namen mit „Gnatkowski“ und „Gnatowic“ angegeben werden. Erst die dritte Nennung betrifft die Familie „Gnatowscy“. Der Vollständigkeit halber sind jedoch auch die ersten beiden Einträge hier wiedergegeben. Eine weitere Besonderheit besteht darin, daß das Wappen „Lada“ nicht nur für die Familie Gnatowski, sondern auch für die Familie Brodowski ausgeweisen wird.[1]

 
  • GNATKOWSKI Jakób Tomasz aus dem Kreis Nowogrod, hatte wegen einer Auseinandersetzung und beiderseitigen Beleidigungen eine Gerichtsverhandlung mit Dembinski (1607) (Obligationum Krakau 34f., 573 u. 589).
  • Gnatowski aus dem Ort GNATOWIC im Kreis Proszow: Die Gebrüder Klemens und Stefan  (St. Pr. P.P. VIII) waren Zeugen, als Mikolaj aus Gnatowic im Jahre 1387 in Sandomierz eine Weise Verkaufte. Dieser Verkauf fand im Dorf Szezwce statt. Dieses aus Kleinbesitzern bestehende Dorf wurde Anfang des 15. Jahrhunderts vom Krakaur Kastellan Tenczynski gekauft. Gnatowski, Walenty, Sohn von Jacob, war im Jahre 1434 an der Krakauer Universität.
  • GNATOWSCY vom Wappen LADA zu Gnatow, aus dem Land Zakroczym. Für Stanislaw, Anna und Elisabeth, Kinder vom Falislaw Gnatowski wurde im Jahre 1552 (M. 80 f. 224) amtlich die Vormundschaft verfügt, Stanislaw, Wojciech und Paul haben mehrere verschiedene Grundstücke in Gnaty als Sicherheit für ein Darlehen an den Laniewski im Jahre 1552 übergegen (Zs. Droh). Wawrzyniec, Sohn vom Jacob und Walenty, Sohn vom Grzegorz haben im Jahre 1614 mit einem Lisowski in Warschau eine Verhandlung gehabt (DW 42. f. 995 = Akta grodziski warszawski, zwane Dudki).

    Andreas hatte im Jahre 1633 dieselbe Verhandlung (DW. 48. f. 1343). Marcin hatte im Jahre 1620 seinen Hof Zerzen an einen Dombrowski verkauft (DW. 46. f. 1067), Marzanne, Frau von Paul Gnatowski, hat im Jahre 1644 den Ort Golendzinow an den Kazanowski verkauft. Jan hat von Wielopolski in Warschau im Jahre 1666 ein Grundstücke gekauft (DW. 50. f. 478 und f. 867). Fabian hat im Jahre 1690 für Wojcieck einige Grundstücke im ort Szczepankow, Kreis Zakroczym verkauft (DW. 57. f. 836).

    Fünfzehn Gnatowskis aus Zakrozym geben für August II die Elektion ab: Kazimierz, Michael, zwei Walenty, Zwei Szymons, zwei Jan, zwei Adam, Fabian-Thomas, Jerzy, Paul, Stanislaw und Stefan. Weitere Gantowskis geben für König August die Elektion ab: Stefan für sein Land Nur, Wojcieck für das Land Warschau und die Wojewodschaft Sandiomerz.

    Wojcieck Gnatowski heiratete im Jahr 1642 Angnieszka Bylino, Piotr Gnatowski heiratete Dorothea, die Schwester von Agnieska Bylino. Alexander heiratet im Jahre 1677 die Elisabeth Klodschinski. Aus dieser Ehe stammen drei Söhne: Mikolaj, Alexander und Jan.

    Mikolaj unterschrieb im Jahre 1703 mit seiner Frau Zofie Chrzanowska einen Ehevertrag. Sein Sohn Maciej erhielt im Jahre 1757 von seinem Cousin Wawrzyniec eine Summe geld (DW 55 f. 504 und 80 f. 173, Perp Czerz. 15 f. 500, 16 Af 293). Wawrzyniec war Kapturowi (=Richter) von Zakrozym, Maciej war Kormonik (=Landgerichtsvollzieher). Beide unterzeichneten für ihre Dörfer und Menschen die Elektion für den König Stanislaw August. Im Jahre 1877 ist Maciej auf seine Güter Tworek umgesiedelt.

    Alexander bestätigt im Jahre 1711 die Abfindung für Mielecki (Perp. Czers. 17 f. 308).

    Jan unterschrieb mit seiner Frau Teresa Gralewska einen Ehevertrag. Im Jahre 1753 hat er mit seinem Sohn Warzyniec, dem damaligen Burggraf von Warschau, einen Teil Land in Osiezcek und Priskow für Stokowski verkauft (DW 62 f. 1264 und 74 f. 902).

    Alexandra Gnatowski, Frau von Walenty Puchula. er war Hilfsrichter im Jahre 1780 in Warschau (Perp. Czers. 35 f 387 und Deb. Czers. 1 f 240). Walenty Gnatowski war Komornik im Jahre 1767 in Zakroczym. Blazej Gnatowski war Zupnik (=Burggraf) im Jahre 1785 in Zakroczym.

    Adam Gnatowski, genannt Skrzeczka (=Mitbesitzer), Sohn von Stefan Gnatowski und Marianna Ostaszewska verkauft im Jahre 1785 mit Zustimmung seiner Schwestern Ewy-Josefowej Sobolewskiej und Ludwika Janowa Ostaszewska einen Teil der Güter Gnaty an Skarzynski (DW 101 f. 974). Maryanna, Tochter von Wojcieck Gnatowski und Maryanna Cichomska bestätig die Abfindung für Puchula im Jahre 1758 (DW 80 f. 286). Barthomiej, Sohn von Wojciek, kaufte einen Teil der Güter in Slonczewo und Smietanki im Jahre 1780 von Osnialowski (DW 96 f. 945).

    Jan und Hieronim, Söhne vom Andreas waren Besitzer von Bielic Rajskich im Lande Lenczyca (Paw.).

    Im Kreis Przedecki stoßen wir auf weitere Quellen über Gnatowski: Wojcieck, Sohn von Andrezej, verkauft einen Teil der Güter Wartolki Dzierzbicki im Jahre 1571. Leonhard und Mikoleij, Söhne von Jaroslaw prozessieren im Jahne 1589 bis 1607 mit einem Pniewski. Michael: (Sohn vom Jan, 1587). Seine Söhne: Jan verlaßt seinen Besitz im Jahre 1622 für einen Szolajdy. Lucas, verheiratet mit Anna Skrzynecka, bestätig im Jahre 1620 eine Abfindung an Makolinski (Gr. Przech. 20f. 202 35 f. 82, 37f. 517. 54 f. 111, 64f. 238, 66f. 107 und 164, 67 f 66 und 468).

    Jan, verheiratet mit Zofia Boruchowska, prozessiert im Jahre 1645 mit einem Holowinski wegen seiner Güter in Knihynin (Bracl. VI 6 f. 418 R). Stanislaw war im Jahre 1679 Landgerichtsvollzieher im Lande Drohicyn. Josef, unterzeichnet für sich und die Wojewodschaft Wolhynien die Elektion für den könig Stanislaw-August. Im Jahre 1779 ist er Hardniczy im Lande Dzwinogrod. Anton war im Jahre 1787 als "Horodniczy-Oworucki" Vice Regent von Kiejew. Michal, war im Jahre 1775 Volkskommissar vom Sejm und Vice Regent von Kiejew im Jahre 1788.

    Waleriyan unterzeichnet für die Wojewodschaft Minsk die Königswahl für August II und Ignac für Stanislaw August. Onufry war im Jahre 1775 Stallmeister von Minsk (V.L.). Antoni war im Jahre 1783 Regent-Landverweser der Stadt Minsk.

    Michal hinterließ 3 Söhne: Thomas, Alexander und Antoni. Von diesen Söhnen und deren Nachkommen beantragten im Jahre 1845 bis 1867 folgende Personen in das Adelsregister (Gouvernement Podolien) aufgenommen zu werden: Piotr und Antoni mit ihren Söhnen Januarz, Boleslaw und Jan Maurycius. Söhne von Anton: Enkelkinder von Thomas:Alban Rafal mit Sohn Julius-Augustin mit Kindern: Julia, Anton und Ksawery, Söhne von Kasper:Leopold, Enkelkinder von Alexander und Henryk mit Söhnen: Zygmunt, Paul und Stanislaw. Sohn von Paul, Enkelkind von Michal, Jacob und alle drei Urenkelkinder von Antonio (Spis.).

    Zu dieser familie gehört der Pfarrer und spätere Prälat Jan Gnatowski, welcher als Sekretär des päpstlichen Nuntius in München tätig war.“

 
Eine weitere Mitteilung über die Familie Gnatowski, allerdings vom Wappen Pierzchala, finden wir auf Gnatowice im Lande Sochaczew:
 
  • GNATOWSCY vom Wappen PIERZCHALA zu Sochaczew. „Zu dieser Familie gehörte Abraham, Truchseß von Sochaczew. Er kaufte im Jahre 1435 für 500 Goldbuße vom Ziemoweit das Dorf Szymanow. Stanislaw; seine Söhne Mroczeslaw und Pawel waren im Jahre 1413 auf der Universität in Krakau. Stanislaw war im Jahr 1412 Volksnotar. Später war er Sekretär von Ziemoweit, Archidiakon von Plock, Kanzler von Masowien und am Ende des Jahres 1425 auch Bischof von Plock. Er starb im Jahre 1439. Er wurde auch genannt: "Pawlowski aus Gnatowice".

    Marcin Szyska: aus Gnatowice erklärt sich im Jahre 1428 auf der Versammlung von Radom als Adliger. Er konnte beweisen, daß seine Familie im Wappen ein "Roch" tragen und sich Gnatowski Pierzchala nennen (Pis. Dz. Pol. IX).

    Elzbietha Gnatowski aus Oleksow, Witwe von Jan aus Gnatowice, erhält im Jahre 1459 von ihren Kindern Stanislaw und Anna den Ort Niedarczow im Kreis Radom (Akta Rad. vom Jahr 1459). Stanislaw erwirbt im Jahre 1468 von Zielinski die Güter Chojnow, er war verheiratet mit Jachne Chojnowska - Burgfräulein aus Plock im Jahre 1471 )M. 5f. 10).”

FUßNOTEN

  1. [^]Alfred von der Lehr, Die Gnatowskis. Die Geschichte einer masowischen Familie., Warsaw 1983, S. 27-28.

REFERENZEN

  • Boniecki, Adam. Herbarz Polski Tom VI. Warsaw : Gebethner i Wolff 1903.
  • von der Lehr, Alfred. Die Gnatowskis. Die Geschichte einer masowischen Familie. Fürth : Selbstverlag 2000. ISBN-Nr: 3-00-005311-5